Vorab in eigener Sache: Wir sind ein Software-Anbieter, keine Rechtsanwälte und keine Lizenzberatung — dieser Artikel ordnet das offizielle Material, ersetzt aber keine Rechtsberatung. Für verbindliche Fragen wenden Sie sich direkt an den ELT Council oder an eine maltesische Kanzlei.

Kurz gesagt: Wer in Malta eine Schule gründen, führen oder betreiben will, die Englisch als Fremdsprache unterrichtet, braucht eine Lizenz des ELT Council; Rechtsgrundlage sind die English Language Teaching Council Regulations, 2015 (L.N. 221 of 2015). Die Lizenz läuft maximal vier Jahre, der Verlängerungsantrag ist spätestens vier Monate vor Ablauf fällig, und zwischen den Verlängerungen wird die Schule am Qualitätsrahmen des Council gemessen — einschließlich ihrer akademischen Aufzeichnungen, Personalqualifikationen, Räumlichkeiten und der Betreuung der Schüler.

Malta ist eines der wenigen Reiseziele, in denen Englischunterricht durch nationale Gesetzgebung reguliert ist: Der ELT Council, hervorgegangen aus dem 1996 vom Bildungsministerium eingesetzten EFL Monitoring Board, beschreibt Malta als „praktisch das einzige Sprachreiseziel der Welt mit einer Gesetzgebung, die sicherstellt, dass jede Schule einen nationalen Qualitätsstandard hält” (ELT Council: The Industry). Nach Angaben des Council kommen jedes Jahr mehr als 85.000 ausländische Schüler zum Englischlernen nach Malta, verteilt auf 38 lizenzierte Schulen in Malta und Gozo — der Council veröffentlicht die Liste der lizenzierten ELT-Schulen.

Wer braucht die Lizenz

Die Regulations unterscheiden mehrere Lizenzen und Permits, die alle der ELT Council ausstellt:

  • ELT-Schullizenz — Regulation 9 der L.N. 221 of 2015 behält das Gründen, Führen und Betreiben einer Schule — und das Auftreten als dafür lizenziert — Schulen vor, die ordnungsgemäß vom Council lizenziert sind.
  • Distance-Learning-Provider-Lizenz — für Englischunterricht, der von Malta aus elektronisch an Schüler erbracht wird, die nicht physisch anwesend sind.
  • Home-Tuition-Provider-Permit — für Lehrkräfte, die bis zu vier Schüler hauptsächlich in der eigenen Wohnung oder der des Schülers beherbergen und unterrichten.
  • ELT Permit für jede Lehrkraft — Regulation 10: Keine Schule darf eine Lehrkraft ohne ELT Permit beschäftigen; Schedule 1 legt den Qualifikationsweg fest (ein anerkanntes internationales ELT-Zertifikat auf MQF/NQF-Level 5 oder das council-eigene TELT plus Methodik-Zertifikat, ein Nachweis der Sprechfertigkeit und ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis).

Auch das Marketing ist geregelt: Regulation 14 verbietet, ELT-Kurse und -Leistungen zu bewerben oder zu beschreiben, solange der Anbieter nicht lizenziert ist — und verlangt, dass jede Darstellung der Schule, ihrer Klassenräume und Leistungen eine „getreue und genaue Wiedergabe” dessen ist, was tatsächlich geboten wird.

Der Weg zur Lizenz

Der Council beschreibt den Antrag auf seiner Seite Application for an ELT School Licence. Antragsteller müssen vier Bereiche abdecken:

  1. Structure Plan — neue Schulen sollen dort entstehen, wo demografische Projektionen einen Bedarf zeigen, mit guter Erreichbarkeit und sicherem Umfeld.
  2. Standort — unter anderem: sichere Anbindung an das Hauptstraßennetz, ein Standort, an dem das bestehende Angebot an ELT-Schulen zusätzliche Entwicklung zulässt, keine Inanspruchnahme hochwertiger Agrarflächen oder ökologisch bzw. archäologisch bedeutender Flächen sowie ausreichend Fläche für Gebäude, Erholung und Freiraum.
  3. Businessplan mit Bedarfsanalyse — „The applicant shall submit a Business Plan covering the first three years of the operation”, einschließlich einer Analyse der entstehenden Beschäftigungs-, Geschäfts- und Tourismuschancen.
  4. Rechtliche Vorgaben und Unterrichtsqualität — die Anforderungen der L.N. 221 of 2015 und ihres Schedule 1, die die Schule vom ersten Tag an erfüllen muss.

In Schedule 1 wird die Lizenz konkret. Verlangt werden unter anderem:

  • ein Director of Studies mit anerkannten ELT-Qualifikationen auf Postgraduierten-Niveau und je nach Qualifikationsweg 1.000 bis 2.000 zertifizierten ELT-Kontaktstunden, exklusiv für eine Schule bestellt und während des formalen Unterrichts auf dem Schulgelände anwesend;
  • eine benannte Person mit Verantwortung für nicht-akademische Leistungen und das Wohl der Schüler, einschließlich Freigabe und Kontrolle von Unterkunft und Verpflegung sowie — für Schüler unter achtzehn — einem rund um die Uhr erreichbaren Notfallkontakt;
  • Räumlichkeiten, die Gesundheits-, Sanitär-, Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften erfüllen, mit aktueller Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsschutz und Brandschutz und Klassenräumen mit mindestens 1,75 Quadratmetern pro Schüler, davon mindestens die Hälfte mit Tageslicht.

Der fertige Antrag geht an den Chief Executive Officer des ELT Council (Ministry for Education and Employment, Great Siege Road, Floriana). Die Gebührentabelle der L.N. 221 of 2015 (Schedule 2) nennt 200 € für eine neue Schullizenz und 15 € je ELT Permit; die aktuellen Beträge sollten Sie vor der Budgetplanung beim Council erfragen. Die erteilte Lizenz gilt für höchstens vier Jahre (Regulation 9(3)).

Die laufenden Pflichten

Die Lizenz ist keine einmalige Hürde — der Großteil der Regulations beschreibt, wie eine lizenzierte Schule zu arbeiten hat:

  • Verlängerung — der Antrag ist „spätestens vier Monate vor” Ablauf der Lizenz zu stellen und an die vom Council festgelegten Qualitätsstandards geknüpft; es gibt einen Online-Verlängerungsdienst. Die Verlängerungsgebühr nach Schedule 2 richtet sich nach der Schulgröße in Schülerwochen, von 100 € (bis 2.400 Schülerwochen im Vorjahr) bis 400 € (mehr als 12.000) — die Schule braucht also jedes Jahr belastbare Schülerwochen-Zahlen.
  • Monitoring-Besuche — nach der Monitoring Visits (MV) Policy des Council, gültig ab 2026, wird jede lizenzierte Schule etwa alle zwei Jahre in drei Phasen überprüft: digitale Einreichung vor dem Besuch (Lehrer-Portfolios, akademische Verwaltung, Qualitätssicherung, Nachweise zu Betreuung und Räumlichkeiten, größtenteils 28 Tage vor dem Besuch fällig), Vor-Ort-Prüfung der akademischen Standards sowie von Management und Compliance, und ein Abschlussbericht rund vier Wochen nach dem Besuch.
  • Anwesenheit und Zertifikate — der MV-Rahmen erwartet ein dokumentiertes Anwesenheitsverfahren: Definitionen von anwesend, verspätet und abwesend, Warnschwellen und Eskalationsstufen, aggregierte Anwesenheitsberichte und ein Certificate of Attendance, das mindestens die vom Council festgelegten 75 % Anwesenheit voraussetzt. Die L.N. 221 of 2015 verlangt, dass das Zertifikat mit Unterschrift des Director of Studies ausgestellt wird und Kurstitel und -niveau, Anwesenheitszeitraum und tatsächlich besuchte Stunden ausweist.
  • Lehrer-Permits und Fortbildung — ELT Permits gelten bis zu vier Jahre; die CPD Policy des Council legt die anerkannten Fortbildungsformen für die Verlängerung fest.
  • Minderjährige — über den 24/7-Notfallkontakt hinaus veröffentlicht der Council eine eigene Richtlinie zum Schutz Minderjähriger an ELT-Schulen in Malta.
  • Sanktionen — Verstöße sind strafbar: Regulation 15 sieht Geldstrafen bis 1.164,69 € vor (plus 11,65 € je Tag bei fortdauernden Verstößen, gedeckelt bei 4.658,75 €) oder bis zu drei Monate Haft; Regulation 17 ergänzt Verwaltungsstrafen bis 1.165 € — nachdem der Council eine Frist zur Nachbesserung eingeräumt hat.

Häufige Stolpersteine

Vier Muster fallen auf, wenn man Regulations und Monitoring-Rahmen nebeneinanderlegt:

  1. Die Verlängerungsfrist. Vier Monate vor Ablauf ist früher als die meisten Jahresplanungen — eine still auslaufende Lizenz ist der vermeidbarste Fehler von allen.
  2. Anwesenheitsdaten, die nicht zusammenpassen. Der Monitoring-Rahmen verlangt aggregierte Anwesenheitsberichte und Zertifikate, deren Prozentwerte zu den Registern passen. Anwesenheit auf Papier oder in verstreuten Tabellen übersteht diesen Abgleich selten; die Policy empfiehlt sogar, Zertifikate am letzten Unterrichtstag zu drucken, damit die ausgewiesenen Stunden stimmen.
  3. Rollen, die nur auf dem Papier existieren. Der Director of Studies muss exklusiv für eine Schule tätig und während des Unterrichts anwesend sein; Dependancen brauchen einen genehmigten School Annexe Manager. Eine Lizenzstruktur, die nur im Organigramm existiert, fällt in der Fokusgruppe mit den Lehrkräften schnell auf.
  4. Marketing, das der Realität davonläuft. Die „getreue und genaue Wiedergabe” aus Regulation 14 gilt für Fotos von Klassenräumen und Unterkünften genauso wie für Kursbeschreibungen.

Wo Verwaltungssoftware hilft

Nichts davon ist zuerst ein Software-Problem — aber eine Schule, die ihre Verwaltung in einem System führt, hat die meisten Monitoring-Nachweise als Nebenprodukt. Konkret, mit einem System wie Fidelo School: Lehrkräfte erfassen Anwesenheit, Unterrichtsinhalte und Lernfortschritt über ihren eigenen Zugang; aus täglicher oder wöchentlicher Anwesenheit werden Verwarnungen, Fortschrittsberichte und Zertifikate, statt von Hand abgeglichen zu werden; Klassen liegen auf einem visuellen Plan, auf dem Lehrkräfte nach Verfügbarkeit und Qualifikation zugeteilt werden; Gastfamilien und Residenzen werden mit Zimmern, Verpflegungsarten und Matching-Kriterien verwaltet; und das Berichtsmodul stellt die Schüler- und Auslastungsstatistiken zusammen, die die Schule für ihre Verlängerungsgebühr einstufen. Wer Systeme vergleicht: Unsere Auswahl-Checkliste behandelt die Fragen, auf die es in einer regulierten Schule ankommt.

Verdient wird die Lizenz im Klassenraum, im Lehrerzimmer und in den Gastfamilien. Aber der Papierkram, der das belegt — Register, Zertifikate, Berichte, Verlängerungen —, ist genau der Teil, den man sich leicht machen kann.